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Wie kann Artikel 19 der UN-Konvention auf kommunaler Ebene umgesetzt werden?Eine Veranstaltung der Selbsthilfe Körperbehinderter Hanau/Gelnhausen e.V. anlässlich ihres 35jährigen Bestehens am 09. Mai 2008 in der Erlenhalle, Am Rathaus 20 (neben dem Hallenbad), 63526 Erlensee.
Unsere Veranstaltung wurde gefördert von:
BSK-Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter
Seit UN-Sonderberichterstatter Leandro Despouy 1993 seinen Bericht zu weltweiten Menschenrechtsverletzungen an behinderten Menschen vorlegte, sind mittlerweile 15 Jahre vergangen. Doch erst 2002 verdeutlichte die UN-Studie "Human rights and disability" nochmals die Notwendigkeit einer Behindertenrechtskonvention. Am 3. Mai 2008 ist diese Konvention nun endlich in Kraft getreten. Diese UN-Konvention und unser 35jähriges Bestehen nahmen wir zum Anlass, unsererseits die aktuelle Situation behinderter Menschen und die Auswirkungen dieser UN-Konvention zu diskutieren. Unmittelbar nach deren Inkrafttreten ist dies auch ein weit wirkendes politisches Signal. Die Umsetzung der UN-Konvention in Deutschland wird durch die Mitarbeit aller Behindertenverbände und interessierten Bürger kritisch begleitet, zumal Deutschland die Konvention noch nicht unterschrieben hat.
Diese UN-Konvention ist das erste große Menschrechtsdokument im 21. Jahrhundert. Es enthält 50 Artikel und ein Zusatzprotokoll und ist die Konvention, welche am schnellsten und unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft - "NICHTS ÜBER UNS OHNE UNS!" - verhandelt wurde.
Es wurde endlich Abschied genommen vom medizinischen Modell hin zur Anerkennung des sozialen Modells von Behinderung, denn behindert ist man nicht, behindert wird man. Damit einher geht der Perspektivwechsel von der Integration hin zur Inklusion, von der Wohlfahrt zur Selbstbestimmung, von Patientinnen zu Bürgerinnen, von Objekten zu Subjekten, von Problemfällen zu Trägerinnen von Rechten (Rechtssubjekten).Da nach den ersten 2 Jahren nach Ratifizierung (dann alle 4 Jahre) Berichte über die Umsetzung der UN-Konvention vorgelegt werden sollen, ist es an uns, die Hände nun nicht in den Schoß zu legen. Durch politisches Zuwortmelden der Betroffenen selbst und aller sich verantwortlich fühlenden Menschen, wird sich Dauerhaftes gestalten lassen.